Man erbettelt sich trotz eines milliardenschweren Eigenkapitals vom Staat Millionen und sponsort dann großzügig den reichsten Fußballclub Deutschlands – den FC Bayern München.
Anfang letzten Jahres jammerte und heulte die Milliardärin Maria Elisabeth Schaeffler im Nerzmantel über ihre bevorstehende “Armut”. Rund 8000 Menschen gingen für den angeschlagenen Automobilzulieferer Schaeffler auf die Straße, um auf die miserable Finanzsituation des Konzerns aufmerksam zu machen.
Der Staat sollte helfen und das Unternehmen retten. Der Bund sollte der Milliardärin Maria-Elisabeth Schaeffler finanziell zur Seite springen. Denn, so die “Unternehmerin”: Die Veränderung der Weltwirtschaft sei “zum Teil politisch und zum Teil durch die Banken verschuldet”. – “Insofern steht der Staat in einer Verantwortung.”
So so, der Staat steht also in einer Verantwortung? Der Staat sind wir alle. Zum Staat gehört der alte Rentner von nebenan, der Arbeitslose, der täglich Flaschen sammelt, der Arbeiter, der täglich am Fließband am schuftet, die Kassierin im Supermarkt usw. All diese Menschen haben die Weltwirtschaft nicht verändert. Die wurde zu Ungunsten der Bevölkerung von milliardenschweren Subjekten wie Frau Schaeffler verändert.
Wie dem auch sei, die Angestellten bei Schaeffler verzichteten auf Lohn und Urlaub, um dem Konzern zu helfen und Arbeitsplätze zu erhalten. Nun scheint es dem Schaeffler-Konzern wieder besser zu gehen und anstelle sich bei den Arbeitern zu bedanken, wird das neu hereingespülte Geld erneut verjubelt und verprasst. Man erbettelt sich trotz eines milliardenschweren Eigenkapitals vom Staat Millionen und sponsort dann großzügig den reichsten Fußballclub Deutschlands – den FC Bayern München. Einerseits gibt die im Zuge der Conti-Übernahme gerade am Ruin vorbeigeschrammte Firma Schaeffler Millionen für den FC Bayern aus und andererseits ist das Unternehmen gegenüber den eigenen Mitarbeitern geizig wie eh und je. Seit Jahren fordern Betriebsrat und Gewerkschaft vergeblich, die Beschäftigten in guten Jahren finanziell am Erfolg zu beteiligen. Bisher zeigten die Eigentümerfamilie und die Geschäftsleitung diesbezüglich stets die kalte Schulter. Umgekehrt aber, wenn die Zeiten schlecht sind, fordert Schaeffler von der Belegschaft regelmäßig Beiträge ein – etwa in Form von unbezahlter Mehrarbeit und zuletzt in Form von Kurzarbeit.
Den Arbeitern, welche sich für das Bestehen der Firma aufopferten …